Schweizerische Kriminalprävention - Prévention Suisse de la Criminalité


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Martin Boess

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Ohnmächtig bleiben – oder Verantwortung übernehmen?

Häusliche Gewalt

Diese Situation ist nicht normal!

Menschen, die gewalttätig sind, fühlen sich selber vom Zwang dreinzuschlagen beherrscht.

Vielleicht versuchen sie, die unerwünschten Gefühle wie Aggressionen, Ohnmacht oder Angst zu verdrängen, doch bei der nächsten Gelegenheit explodieren sie wieder.
Oft geben die Gewalttäter der Situation oder jemand anderem die Schuld an ihrer Wut. Sie wollen nicht wahrhaben, dass sie selber die Verantwortung tragen für alles, was sie tun. Sie sind es, die in heiklen Situationen mit Gewalt reagieren.
Doch Gewalt kennt keine Entschuldigung – auch nicht im Privatbereich.

Was kann ich tun, wenn ich Gewalt ausübe?

Haben Sie schon einmal einen nahen Menschen geschlagen?
Sie haben Angst, den Menschen zu verlieren, dem Sie Gewalt antun - und versuchen darum, diese Person umso mehr zum Bleiben zu zwingen? Sie wollen im Grunde gar nicht so sein, aber «es passiert» einfach?
Es gibt keine Entschuldigung für Gewalt - auch nicht im familiären Umfeld. Was Sie tun, ist strafbar. Nur Sie selbst können diesem Teufelskreis ein Ende setzen. Es ist keine Schande, ein Problem zu haben. Suchen Sie sich Hilfe - bevor es zu spät ist.

Was Sie tun können:
  • Wenden Sie sich an eine Beratungsstelle für gewalttätige Männer.
  • Sprechen Sie mit Ihnen nahe stehenden Personen über Ihre Gefühle. Schauen Sie, wie andere Menschen mit Drucksituationen und Wut umgehen.
  • Überlegen Sie sich, was Sie das nächste Mal tun wollen, wenn Sie Aggressionen oder Ohnmacht bemerken.
  • Es ist hilfreich, wenn Sie sich bei Konflikten und Stress zurückziehen. Verlassen Sie das Haus, wenn Sie merken, dass «es» wieder kommt.
  • Machen Sie einen Spaziergang oder sprechen Sie mit einem Freund.
  • Suchen Sie Hilfe beim Hausarzt oder der Hausärztin, einer Psychologin oder einem Psychologen oder einer Beratungsstelle.
  • Vielleicht haben Sie in der Personalabteilung Ihres Betriebs jemanden, mit dem Sie über Ihr Gewaltproblem sprechen können.
Neuigkeiten

«Facebook, Netlog & Co.: Aber sicher!» Die neue Kampagne zu Sicherheit im Internet für Kinder & Jugendliche: www.safersurfing.ch

Artikel

Erstellt am:
28.07.2005

Geändert am:
06.02.2009

Fakten

Wussten Sie, dass Körperverletzung und Drohung in der Beziehung unabhängig von einer Anzeige, von den Strafver- folgungsbehörden verfolgt werden muss?

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Broschüre «Stopp! Häusliche Gewalt»
13 Seiten, PDF (808 KB) »»

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Nottelefone

143
Die dargebotene Hand
www.143.ch

147
Telefonhilfe für Kinder und Jugendliche
www.147.ch