Schweizerische Kriminalprävention - Prévention Suisse de la Criminalité


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Kategorie » Jugend & Gewalt

Es gibt 21 Fragen in dieser Kategorie:

  1. Auf Grund von welchem Präventionsverständnis wird dieser Massnahmenplan realisiert?
    Die SKP ist einem gesamtgesellschaftlichen Präventionsverständnis verpflichtet. Nach diesem Verständnis umfasst Kriminalprävention die Gesamtheit aller staatlichen und privaten Bemühungen, also nicht nur diejenigen der Polizei, sonder auch diejenigen der Politik, der Ent ...

  2. Auf Grund welcher Entscheidungen wird mit der Realisierung des Massnahmenplans begonnen?
    Die Vereinigung der Schweizerischen Kriminalpolizeichefs (VSKC) stellte an ihrer Herbsttagung im September 2006 eine Liste mit möglichen SKP-(Kampagnen)-Themen für das Jahr 2008 zusammen. Diskutiert wurden die Themen «Hooliganismus», «Internetkriminalitiät» ...

  3. Die Grundlagen für die polizeiliche Präventionsarbeit sind gesamtschweizerisch nicht einheitlich. Was unternimmt die SKP dagegen? Was kann sie überhaupt tun?
    Die SKP nimmt aktiv an Wissenstransfer, Erfahrungsaustausch und Aus- und Weiterbildung teil. Sie führt eine nationale Tagung zu Jugendgewalt durch (Massnahme 1, S. 60), erarbeitet eine Internet-Informationsdrehscheibe, welche die laufenden Präventionsprojekte beschreibt (Massnahme 2, S ...

  4. Hat die Gewalt unter Jugendlichen in den vergangenen 10 Jahren zugenommen?
    Bei den Körperverletzungen und den Tätlichkeiten in den Anzeige- und Urteilsstatistiken zeigt sich seit Jahren ein deutlicher Anstieg. Auch bei den Raubdelikten und den Delikten gegen die Freiheit (Drohungen, Nötigungen, Erpressungen) zeigt sich in den letzten 20 Jahren ein Aufw& ...

  5. Hat die Gewaltbereitschaft zugenommen?
    Die Gewaltbereitschaft kann statistisch nicht erfasst werden. Die Praktiker gehen aber davon aus, dass eine gewisse Gruppe unter den jugendlichen Gewaltstraftätern brutaler vorgeht, auch auf wehrlose Opfer einschlägt und kaum Grenzen mehr kennt. Erste Untersuchungen der Notaufnahmen de ...

  6. Kann man in den nächsten Jahren mit einer Vereinheitlichung der Erfassungssysteme rechnen?
    Die Konferenz der kantonalen Justiz- und Polizeidirektorinnen und –direktoren (KKJPD) hat Anfang 2006 in Übereinkunft mit den beteiligten Departementen EJPD und EDI entschieden, das vom Bundesamt für Statistik (BfS) in Zusammenarbeit mit den Kantonen erarbeitete Konzept für eine ...

  7. Mit welchen nationalen Organisationen/Institution arbeitet die SKP zusammen?
    Die SKP steht im Austausch mit verschiedenen Verwaltungseinheiten des Bundes, u.a. mit dem Bundesamt für Gesundheit (Abt. Öffentliche Gesundheit), dem Bundesamt für Sozialversicherungen (Abt. Alters- und Jugendfragen), dem Bundesamt für Polizei (Dienst Analyse und Präven ...

  8. Sind Jugendliche mit Migrationshintergrund gewaltbereiter als Jugendliche mit einem Schweizer Hintergrund?
    Die Polizeiliche Kriminalstatistik lässt sich nicht nach der Nationalität der jugendlichen Tatverdächtigen aufschlüsseln. Sie zeigt aber, dass im Durchschnitt der Jahre 2001 bis 2003 rund 40% aller Urteile über Gewalttatstrafen gegen Jugendliche schweizerischer Nationali ...

  9. Warum nimmt sich die SKP in diesem Jahr dem Thema Jugend und Gewalt an? Das Phänomen ist doch nicht neu.
    Die KKJPD verfolgt die Entwicklung der Gewalt von und unter Jugendlichen seit geraumer Zeit mit grosser Besorgnis. Daher hat sie der SKP Ende 2006 den Auftrag erteilt, ein Informationskonzept resp. einen Massnahmenplan zum Thema «Jugend und Gewalt» zu erarbeiten. Dieser Plan, der nu ...

  10. Warum nutzen Justiz und Polizei unterschiedliche Systeme der Erfassung?
    Die polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) ist eine auf ausgewählte Bereiche beschränkte Anzeigestatistik. Sie stellt nur ungefähre Indikatoren zur Verfügung und kann allenfalls als Basis für Trendaussagen benützt werden. Die PKS wird aufgrund der Urteile weder revidi ...

  11. Was ist unter Hell- und Dunkelfeld (der Kriminalität) zu verstehen?
    Hell- und Dunkelfeld machen zusammen die Gesamtkriminalität aus. Das Verhältnis zwischen Hell und Dunkelfeld – bezogen auf ein bestimmtes Delikt – wird als Dunkelziffer bezeichnet. Als Methoden der Dunkelfelderhellung stehen in erster Linie zwei Verfahrensweisen im Vordergr ...

  12. Was versteht die SKP unter Jugendgewalt?
    Unter Jugendgewalt versteht die SKP im Rahmen des Massnahmenplans 2008 die Ausübung oder Androhung von körperlicher und/oder psychischer Gewalt durch eine oder mehrere Personen – Kinder (7-15 Jahre), Jugendliche (16-18), junge Erwachsene (19-25) gegenüber anderen Personen. S ...

  13. Welche Rolle hat die Polizei bei der Prävention von Jugendgewalt zu erfüllen?
    Die Polizei wird in Zukunft vermehrt ihre Aufgaben im Bereich der Sekundärprävention wahrnehmen. Zielgruppe der Massnahmen sind Personen, die als potenzielle oder „aktuelle“ Problemfälle bekannt sind. Die Polizei wird durch Veränderung der Tatgelegenheitsstruktur, ...

  14. Welche Rolle hat die Polizei bis anhin in Bezug auf Jugendgewalt wahrgenommen?
    Die Polizei war bisher schwergewichtig in der Repression und in der Primärprävention tätig (Stabilisierung des Rechtsbewusstseins in der Bevölkerung, Reaktion auf das abnehmende Sicherheitsgefühl von Teilen der Bevölkerung.

  15. Welche Themen werden im Massnahmenplan berücksichtigt? Die Gründe für Jugendgewalt sind ja sehr vielschichtig.
    Alkohol-, Drogen- und Medikamentenkonsum Sexuelle Gewalt / sexuelle Übergriffe Littering Wegweisung aus dem öffentlichen Raum Sachbeschädigung Hooliganismus Graffiti Radikalismus /Extremismus

  16. Wer garantiert die fachliche Qualität der Arbeit?
    Die Umsetzung des Massnahmenplans 2008 und dessen Weiterentwicklung wird von einer Expertenkommission begleitet, die sich im Herbst 2008 konstituieren wird.

  17. Wer ist für die Prävention der Jugendkriminalität eigentlich zuständig? Der Bund? Die Kantone? Die Gemeinden?
    Die Prävention von Jugendgewalt ist Sache der Kantone. Es bestehen jedoch auch Präventionsprojekte in den Gemeinden und Städten, welche die besonderen Bedürfnisse und lokalen Gegebenheiten besonders gut wiederspiegeln.

  18. Wie gross ist der Anteil der Intensivtäter am Gesamtteil der Jugendkriminalität?
    Untersuchungen aus dem Ausland belegen, dass ein grosser Teil der (Gewalt-) Delikte von verhältnismässig wenig ju-gendlichen Tätern verübt werden. Man geht davon aus, dass vier bis sechs Prozent eines Geburtenjahrgangs für die weit überwiegende Mehrzahl - zirka 40 b ...

  19. Wird der Massnahmenplan in Absprache mit den kantonalen und städtischen Polizeikorps realisiert?
    Die kantonalen und städtischen Polizeikorps haben die Erarbeitung des vorliegenden Massnahmenplans weitgehend mitbestimmt. Auch die Umsetzung der Massnahmen erfolgt in enger Abstimmung mit den Polizeikorps.

  20. Wo liegt das Hauptgewicht bei den Präventionsmassnahmen der Polizeikorps?
    Das Hauptgewicht der Präventionsmassnahmen der Polizeikorps liegt bisher bei der Primärprävention. Dazu zählen vor allem Massnahmen zur Information der Bevölkerung, schwergewichtig auch die Information nach Gewaltdelikten Jugendlicher. In Zukunft sollen sich die Prä ...

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