Wenn Kinderpornografie eine neue Bedeutung bekommt
Das klassische Opfer-Täter-Bild greift hier nicht mehr. Natürlich sind die missbrauchten Jugendlichen und Kinder Opfer, aber kann man von den missbrauchenden Minderjährigen wirklich noch von Sexualstraftätern sprechen, die bestraft werden müssen? Selbstverständlich muss die Erwachsenenwelt reagieren. Auch junge Menschen müssen für ihre Taten Verantwortung übernehmen. Es mutet seltsam an, dass von unbeschränktem Zugang Jugendlicher zu Pornografie gesprochen wird. Natürlich stimmt das, aber man hat sich offenbar damit abgefunden. Man spricht kaum je davon, dass dieser unbeschränkte Zugang einen klaren Rechtsbruch darstellt. Alle schauen empört zu, niemand unternimmt etwas. Eltern, die ihre Aufsichtspflicht vernachlässigen, werden kaum je zur Rechenschaft gezogen, sicher eine Tatsache. Aber auch verantwortliche Eltern sind ohne drastische Kontroll- und Abschirmmassnahmen unmöglich in der Lage, ihre jugendlichen Kinder so zu beaufsichtigen, dass sie keinen Zugriff auf Pornografie haben können. Eltern werden in dieser Problematik alleine gelassen. Die Politik, die Behörden und vor allem auch die Pornoindustrie schützt sich mit dem Argument der Globalisierung. Sicher, das Internet ist global, das Rechtssystem und die Strafverfolgung sind es nicht. Offenbar ist es für Pornoanbieter technisch unmöglich, einen echten Jugendschutz zu gewährleisten. Das Recht kapituliert vor der Technik? Der unbedarfte Geist denkt sich doch; wenn ein Anbieter die gesetzlichen Anforderungen nicht einhalten kann, dann darf er halt nicht anbieten. Aber eben, auch in der Politik, in den Behörden und überall im Lande finden sich Erwachsene, die auf Ihren Pornokonsum wegen den paar Jugendlichen, die damit nicht umgehen können, doch nicht verzichten möchten. Lieber empört man sich über Sexualstraftäter, die auch immer jünger werden… Das Zürcher Kinderspital führt eine Studie zu sexuellen Belästigungs- und Gewalterfahrungen im Jugendalter durch. Dazu werden männliche und weibliche Jugendliche gesucht, die schon einmal sexuell belästigt wurden oder sexuelle Gewalt erlebt haben. Teilnehmende sollten sich im neunten Schuljahr befinden oder dieses vor höchstens zwei Jahren abgeschlossen haben. Als Dankeschön bekommen Teilnehmende zwei Kinogutscheine. Informationen finden Interessierte hier. |
Verfasser: Chantal Billaud am 08.01.2010 um 15:07:18 Uhr
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Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen
Der internationale Tag gegen Gewalt an Frauen, der alljährlich am 25. November begangen wird, ist auf ein tragisches Ereignis zurückzuführen: Am 25. November 1960 ermordete der militärische Geheimdienst der Dominikanischen Republik drei Schwestern, die sich gegen den dominikanischen Diktator Trujillo auflehnten. Heute steht der Tag für jegliche Gewalt, unter welcher Frauen leiden, auch in der Schweiz: häusliche Gewalt, Drohungen eines Ex-Partners oder auch sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz. Im Rahmen des heutigen Tages gegen Gewalt an Frauen organisieren mehr als 60 Institutionen und Organisationen die zum zweiten Mal in der Schweiz stattfindende Kampagne “16 Tage gegen Gewalt an Frauen”. Vom 25. November bis zum 10. Dezember (Internationaler Tag der Menschenrechte) soll die Bevölkerung mit Referaten und Aktionen in der ganzen Schweiz auf direkte und indirekte Gewalt aufmerksam gemacht werden. Koordiniert wird die Kampagne vom christlichen Friedensdienst cfd. Informieren Sie sich hier über die Veranstaltungen, die Organisationen und die Hintergründe dieser Aktion! Auch die Schweizerische Kriminalprävention setzt sich immer wieder gegen Gewalt in jeder Form ein, informieren Sie sich zum Beispiel über unsere Kampagne gegen häusliche Gewalt. |
Verfasser: Chantal Billaud am 25.11.2009 um 12:53:36 Uhr
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Kriminalprävention mit Web-TV: Die Zürcher machen es vor!
Alle Inhalte können problemlos geteilt und in eigenen Seiten eingebaut werden. Die Schweizerische Kriminalprävention gratuliert der Stadtpolizei Zürich für den zeitgemässen, gelungenen Auftritt! Schauen Sie rein: www.8ig.tv |
Verfasser: Chantal Billaud am 16.09.2009 um 14:21:14 Uhr
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Experten diskutieren über Jugendgewalt
Martin Killias, Strafrechtsprofessor an der Universität Zürich, der Jugendpsychologe Allan Guggenbühl und der Leiter der Jugendanwaltschaft Basel-Stadt, Beat Burkhardt, sprachen mit den Moderatoren Patrick Rohr und Matthias Geering über Aggressionen und Gewalt von Jugendlichen. Schauen Sie sich die Sendung hier an: Wiederholung: Samstag, 12. September 2009, 13.10 Uhr auf SF1 oder 16.05 auf SF Info. Weiterführende Informationen zum Thema Jugendgewalt finden Sie auch auf der Webseite der Schweizerischen Kriminalprävention: www.skppsc.ch |
Verfasser: Chantal Billaud am 07.09.2009 um 09:08:57 Uhr
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Pro juventute macht Kinder und Jugendliche zu Handyprofis!
Die Nutzung des mobilen Telefons ist heute ein fester Bestandteil unseres Alltags. Ziel des Angebotes Handyprofis ist es, am Beispiel des Handys die Medienkompetenz bei Kindern, Jugendlichen und auch Eltern zu fördern. In Workshops an Schulen werden Kinder ab zehn Jahren in die relevanten Themen rund ums Handy eingeführt. Das Angebot richtet sich auch an Eltern, die im Rahmen von Bildungsveranstaltungen oder Elternabenden von Fachpersonen umfassend zu verschiedenen wichtigen Themen in Sachen Handy informiert werden. Pro juventute Handyprofis bietet Workshops zu folgenden Themen an: • Kommunikation und Kommunikationsverhalten Die Schweizerische Kriminalprävention unterstützt das Angebot der Pro juventute. Kinder und Jugendliche in ihrer Medienkompetenz zu stärken ist die bestmögliche Prävention! Unter folgendem Link finden Sie Informationen zum Angebot im Detail: www.handyprofis.ch |
Verfasser: Chantal Billaud am 14.08.2009 um 09:28:24 Uhr
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Zürcher Studie zu Kinderpornografie-Konsumenten
Die Schweizerische Kriminalprävention begrüsst solche Studien und kann einem Teil des Fazits, nämlich dass sich eine konsequente Strafverfolgung lohne- nur zustimmen. Wir erlauben uns dennoch, auf einige Punkte kritisch einzugehen. Wie die Herausgeber der Studie selbst anmerken, stammen die untersuchten Personen aus der 1.Generation von Kinderpornografiekonsumenten, die mittels Kreditkarten über kommerzielle Kinderpornowebseiten Material eingekauft haben. Der Anbieter aus den USA hat im Jahr 1999 Kinderpornografie weltweit zum Verkauf angeboten. Die amerikanische Behörde des «Bureau of Immigration and Customs Enforcement (ICE)» (nicht das FBI) haben seinerzeit Daten von Zehntausenden von Käufern den entsprechenden Strafverfolgungsbehörden verschiedenster Länder zukommen lassen, darunter Daten von über 1000 Tätern aus der Schweiz. Die Operation in der Schweiz lief im Jahr 2002 unter dem Namen «Genesis» und löste ein riesiges Medienecho aus. Von diesen über 1000 Verdächtigten aus der ganzen Schweiz wurden 231 im Kanton Zürich verurteilt und diese waren auch Gegenstand der Zürcher Studie. Hintergrund und Fakt ist zudem, dass der Anbieter aus den USA auch legale Pornografie angeboten hat und die Kunden über diese Einstiegs-Plattform mit legaler Pornografie in illegale Bereiche zu locken versuchte. Wie erwähnt, haben sehr viele diesen illegalen Bereich auch genutzt und sind absolut zu recht dafür belangt worden. Zu dieser Zeit war es noch nicht in allen Schichten üblich, mittels Kredikarte im Internet einzukaufen. Es bedingte auch ein überdurchschnittliches Know-How im Umgang mit dem Internet. Zudem handelte es sich wie gesagt um einen kommerziellen Anbieter, der auf der Einstiegsseite legale Pornografie anbot. Viele Genesis-Kunden waren in der Tat nicht pädophil veranlagte Männer, die aus einer pervertieren Neugier heraus illegale Pornografie kauften. Für diese Menschen ist ein Strafverfahren sicher ein effizienter Schuss vor den Bug und hoffentlich hilfreich, um sich selbst von dieser Form von Neugier und eventuell Pornosucht befreien zu können. Die Folgeaktionen beim Bundesamt für Polizei, aus den Kantonen oder auch aus dem Ausland haben inzwischen deutlich gemacht, dass es sehr unterschiedliche Formen von Kinderpornografie-Angeboten gibt, die auch unterschiedliche Tätergruppen ansprechen. Nicht-kommerzielle Angebote in geschlossenen Gruppierungen, verstecktere kommerzielle Angebote, Modellingseiten aus dem strafrechtlichen Graubereich, etc. Inzwischen kaufen immer mehr Menschen aus allen Schichten mit Kreditkarten im Internet, immer mehr Personen haben überhaupt Zugang und kennen sich auch immer besser damit aus. Dementsprechend werden Konsumenten von Kinderpornografie aus breiteren Schichten und mit vielfältigerem Hintergrund in den Strafverfahren entdeckt. Zudem wurde deutlich, dass man die Charakteristiken und Verhaltensweisen von Kinderpornografiekonsumenten aus der Operation «Genesis» so einfach nicht verallgemeinern darf. Auch pädosexuel veranlagte Personen suchen weiterhin Kinderpornografie im Netz und werden auch fündig. Zudem konnten viele Wiederholungstäter in weiteren Aktionen enteckt werden. Aus unserer Sicht ist es also falsch, verallgemeinernde Schlüsse aus einer Untersuchung mit «Genesis»-Kunden zu ziehen. Für die Strafverfolgung, die Justiz und schlussendlich auch für die psychiatrisch-psychologische Begutachtung ist es ausserordentlich wichtig, die Angebote, den Umgang damit und auch die Hintergründe der Konsumenten bei jeder neuen Aktion genau abzuklären. Allgemeine Aussagen, wie sie über diese Studie zu lesen waren, können allzu leicht dazu veranlassen, Kinderpornografie-Konsum wiederum als eine Art von Kavaliersdelikt erscheinen zu lassen, das Umfeld der Konsumenten zu wenig abzuklären und einen eventuellen Therapiebedarf zu vernachlässigen. Eine Studie ist gut, weitere Studien sind besser! |
Verfasser: Chantal Billaud am 16.07.2009 um 11:26:57 Uhr
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Gemeinsam gegen Gewalt in der Zentralschweiz
Die bestehenden Angebote der Opferberatung, die Möglichkeit der Wegweisung und die Koordination aller involvierten Behörden wurden ergänzt durch eine Gewalt-Hotline für Gewalt androhende oder bereits Gewalt ausübende Männer. Gewaltberater stehen über Telefon 078 744 88 88 oder www.maennergewalt.ch 7 Tage die Woche von 07.00 bis 22.00 Uhr zur Verfügung. Die Gewaltberater versuchen bei bevorstehender Eskalation Gewalt zu verhindern, die Männer für eine Einzelberatung zu motivieren und gegenüber dem Umfeld eine Triagefunktion wahrzunehmen. Geplant sind des Weiteren eine gemeinsame Webseite Häusliche Gewalt, eine gemeinsame Informationsveranstaltung und nach Möglichkeit eine Harmonisierung der entsprechenden Gesetzesbestimmungen. Lesen Sie hier die Medienmitteilung der Zentralschweizer Regierung: www.zrk.ch/
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Verfasser: Chantal Billaud am 13.07.2009 um 09:53:55 Uhr
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Weniger Strafanzeigen in Deutschland
Erstmals seit 1999 hat die Polizei im vergangenen Jahr weniger Gewaltdelikte in Deutschland registriert. 2008 wurden 220.000 Gewaltstraftaten gezählt, 3,2 Prozent weniger als im Vorjahr, wie aus der neuen Kriminalstatistik hervorgeht. Als besonders erfreulich bezeichnete Schäuble den Rückgang der Gewalttaten, die von jungen Leuten im Alter von 14 bis 18 Jahren verübt wurden. Bei den Jugendlichen gab es bei Gewaltdelikten einen Rückgang um 5,9 Prozent, nach einem deutlichen Anstieg im Vorjahr. Negativ verlief hingegen die Entwicklung von Gewalt auf deutschen Straßen: So weist die Kriminalstatistik 72.904 Fälle gefährlicher und schwerer Körperverletzungen im öffentlichen Raum aus, ein Zuwachs von 9,1 Prozent im Vergleich zu 2007. Zugleich stieg auch die Gewalt gegen Polizisten. Mit 28.272 Delikten wurde ein neuer Höchststand erreicht. Bei jeder dritten aufgeklärten Gewalttat wie Mord, Totschlag, Raub oder gravierenden Körperverletzungen war Alkohol im Spiel.
Die PKS Deutschland des Jahres 2008 ist auf der Webseite des BKA (Bundeskriminalamt) abrufbar, siehe: www.bka.de/pks/ |
Verfasser: Chantal Billaud am 16.06.2009 um 12:28:35 Uhr
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10 vor 10-Beitrag: Gefahren im Internet mit Aussagen von Martin BoessAm 25. Mai 2009 brachte die Nachrichtensendung 10 vor 10 einen Beitrag unter dem Titel “Kinder schutzlos im Internet”. Der Beitrag thematisierte den soeben erschienenen Bericht des Bundesrates zum Thema: Jugend und Gewalt. Wirksame Prävention in den Bereichen Familie, Schule, Sozialraum und Medien. Der Geschäftsleiter der Schweizerischen Kriminalprävention, Martin Boess, äussert sich im Beitrag von 10 vor 10 zu den Gefahren des Internets für Kinder und Jugendliche und gibt Tipps, wie man sie davor schützen kann. Schauen Sie sich den Beitrag hier an:
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Verfasser: Chantal Billaud am 26.05.2009 um 07:55:12 Uhr
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TV Tipp: Manuel Eisner, Die Wurzeln der Gewalt
Sein bisher grösstes Forschungsprojekt hat Eisner 2003 zusammen mit der Stadt Zürich ins Leben gerufen, das sogenannte «Zürcher Projekt zur Sozialen Entwicklung». In dieser Langzeitstudie begleiten die Forscher 1300 Primarschüler über rund ein Jahrzehnt hinweg – vielleicht auch länger. «Die Kinder, die wir beobachten, sind nun elf Jahre alt», erklärt Manuel Eisner. «Bis sie achtzehn sind, werden im Schnitt etwa zehn Prozent davon straffällig, bis ins Alter von zwanzig laut Statistik rund ein Viertel.» Wiederholungen der Sendung: Mittwoch, 3. Dezember, um 11.35 Uhr auf SF 1 |
Verfasser: Chantal Billaud am 28.11.2008 um 07:00:04 Uhr
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Gemäss aktuellen Zeitungsberichten meldet die Kinderschutzgruppe des Kinderspitals Zürich eine beunruhigende Zunahme Jugendlicher, die Gleichaltrige oder Jüngere sexuell missbrauchen. Auch internationale Studien zeigen eine Zunahme dieses Phänomens.
Gewalt an Frauen ist kommt unter verschiedensten Formen vor und ist weiterhin stark verbreitet. Täglich sind Frauen auf der ganzen Welt - auch in der Schweiz - Opfer davon. An diese Tatsache erinnert der heutige internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen.
Der psychiatrisch-psychologische Dienst des Zürcher Justizvollzugs hat am Dienstag, den 14. Juli 2009, eine interessante Studie vorgestellt. Das Delinquenzverhalten von 231 verurteilten Kinderpornografie-Konsumenten wurde über 6 Jahre weiter verfolgt und deren Vorgeschichte durchleuchtet.
Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble hat am Montag, den 15. Juni, in Berlin die Zahlen der deutschen Kriminalstatistik 2008 vorgestellt. Erstmals seit neun Jahren ist in Deutschland 2008 die Gewaltkriminalität zurückgegangen, auch die Gesamtzahl der registrierten Straftaten sinkt.
Die Wurzeln der Gewalt