Betrug mit Geldanweisungen via “Western Union”
Western Union ist eine prima Sache. Das weiss der am Besten, der einmal im Ausland, fernab der Heimat, ohne Geld gestrandet ist.
Sei es nun, weil man beraubt wurde oder das Geld einfach plötzlich nicht mehr reichte. Hat man nun Jemanden, der einem Geld geben kann, ist dann die Frage wie kommt man am schnellsten zu dem Geld. Hier kann „Western Union“ helfen. Denn ab Einzahlung des Geldes steht es dem Empfänger innerhalb von 15 Minuten weltweit zur Verfügung. Der Empfänger muss nur am Schalter den Namen des Sendenden sagen, die Summe und seine ID vorlegen, schon kann er das Geld bekommen. Solcher Service hat seinen Preis. So kosten das Anweisen von bis zu CHF 1’125 CHF 65 oder bei einem Betrag bis zu CHF 3’000 kostet es CHF 115.
Allerdings zieht diese Methode auch Gauner und Betrüger an. Zu verlockend ist es, innerhalb weniger Minuten an Geld zu kommen und keine Spuren zu hinterlassen. Ja keine Spuren, selbstverständlich sind die vorgelegten Pässe gefälscht und ciao Geld.
Aktuelle Masche 1 „Finanzberater“
Sie erhalten eine E-Mail mit dem Jobangebot, sich im Nebenverdienst eine lukrative Einnahmequelle als Finanzberater aufzubauen. Dieses Angebot ist auch in Jobbörsen zu finden und kommt von der deutschen Firma Allegria AG. Die Firma erwartet Mithilfe bei Geldtransaktionen und verspricht grosse Provisionen. (Na, woher kennen wir das? Genau, richtig, Nigeria Connection lässt grüssen.) Im Unterschied zur Nigeria Connection erhalten Sie dann tatsächlich Geld auf Ihr Konto und sollen das weisungsgemäss via „Western Union“ weiterleiten. Wenn sie das tatsächlich machen, haben sie zwar eine Provision eingestrichen, riskieren aber ein Strafverfahren wegen Gehilfenschaft zu Geldwäscherei (Art. 305bis StGB).
Tipp
Also besser sein lassen. Wie sagte doch der Teufel: „Gier ist meine Lieblingssünde, damit kriege ich sie alle!“
Masche 2 „Ebay 1“
Sie ersteigern ein teures Gerät bei einem ausländischen Anbieter. Da der sehr gute Beurteilungen hat, willigen Sie ein, das Geld via Western Union zu überweisen. Leider bekommen sie Ihr ersteigertes Teil nicht und hören werden Sie auch nie mehr etwas, denn die vertrauenswürdigen Accounts werden eigens für diesen Betrugstrick gehackt.
Tipp
Nutzen Sie Paypal, damit haben sie Käuferschutz.
Masche „Ebay 2“
Wieder ersteigern sie ein teures Gerät. Der Verkäufer beitet an, Ihnen das Gerät zu senden, wenn sie den Geldbetrag zu seiner Sicherheit auf einen erfunden Namen einzahlen und ihm zur Bestätigung eine Kopie des Einzahlungsbeleges senden. Man könne ja dann den Namen nach Erhalt der Ware immer noch ändern. Allerdings werden Sie auch in diesem Fall weder Ware noch Ihr Geld je wiedersehen, denn der „Verkäufer“ fälscht einfach seinen Pass und hebt das Geld ab.
Tipp
Nutzen Sie Paypal, damit haben sie Käuferschutz.
Masche 3 „Autokauf“
Die Betrüger inserieren ein superbilliges Auto (Aufgepasst, was sagte der Teufel noch?). Auf ihr Interesse hin, bekommen Sie dann eine langatmige und ggf. auch tränenreiche Geschichte zu hören, dass es erforderlich sei zur Sicherheit und weil es ja so viele schlechte Menschen gäbe (in der Tat!) und man auch sehe, dass der Käufer liquide sei, das Geld via „Western Union“ einzuzahlen, halt auf den eigenen Namen. Ja und dann ist das Geld natürlich auch mittels gefälschtem Ausweis weg. Und das Auto sehen sie auch nie…
Tipp
Kein Geldtransfer bei Autokauf via Western Union.
Masche 4 „Nigeria Connection“
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Grundsätzlich
Am besten überweisen Sie nie Geld via „Western Union“, wenn Sie die Empfänger nicht persönlich kennen.
Auf keinen Fall Geld als Sicherheit einzahlen, auch nicht auf den eigenen Namen.
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