Schweizerische Kriminalprävention - Prévention Suisse de la Criminalité


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Investitions- und Projektbetrug, alte Masche in immer neuem Gewand

imageKassensturz berichtet in seiner neuesten Ausgabe über 2 Fälle von Investitionsbetrug. Wir nehmen dies zum Anlass diese Betrugsart einmal eingehender zu beleuchten.
Beim Investitions- oder Projektbetrug täuscht der Betrüger dem potenziellen Opfer eine lukrative Geschäftsmöglichkeit in Form einer Beteiligung an einer neuen Firma vor.

Dabei gibt es folgende Erkennungsmerkmale, also Strategien, welche Betrüger immer wieder anwenden, die einen einzeln oder in der Summe vorkommend, hellhörig und wachsam machen sollten!

• Zu schön, um wahr zu sein!“ Revolutionäres Produkt
Es handelt sich meist um angeblich neue, revolutionäre Erzeugnisse auf den Gebieten der Technologie, speziell der Kommunikations- und Pharmatechnologie.
• „Mehr Schein als Sein…!“ Bekannte Verfahren
Die Produkte basieren oft auf bekannten Verfahren, die jedoch keinen grossen kommerziellen Erfolg hatten oder bereits veraltet sind.
• „Entwaffnende Ehrlichkeit…“ Projekt in Planung
Immobilienprojekte sind meistens in Mittel - und Osteuropa angesiedelt und befinden sich im Stadium der Planung.
• „Zu schön, um wahr zu sein!“ Einmalige Gelegenheit mit grossem Gewinn
Bei allen Projekten steht die Einmaligkeit im Zentrum und sie versprechen einen branchenunüblichen, hohen Gewinn.
• „Nur noch heute!“ Zeitdruck
Es besteht Zeitdruck (baldiger Börsengang, Anfang der Bauphase und dergleichen).
• „Mehr Schein als Sein…!“ Professionelle Präsentation
Die Präsentation dieser Projekte kann durchaus sehr professionell sein, da auch Banken und Finanzinstitute angesprochen werden sollen.

Die Schweizerische Kriminalprävention rät
• Initianten abklären
Klären Sie das angebotene Projekt und seine Initianten detailliert ab.
• Unabhängige Spezialisten befragen
Ziehen Sie im Zweifelsfall Fachliteratur oder unabhängige Spezialisten auf dem entsprechenden Gebiet zu Rate.
• Finanzinstitute hinterfragen
Erkundigen Sie sich nach anerkannten Finanzinstituten, die an den Projekten beteiligt sind.
• Wieso ich?
Überlegen Sie sich, weshalb gerade Sie als Anleger interessant oder plausibel sein sollen. Dies vor allem im Zusammenhang mit Bauprojekten im Ausland: Macht es Sinn, Investoren für ein z. B. osteuropäisches, lokales Projekt gerade in der Schweiz zu suchen?
• Risiko abklären
Hohe Renditen bedeuten immer hohes Risiko. Dies gilt im besonderen Masse für neue Technologien und Produkte.

Mehr Informationen zu diesem Thema finden sie auf «Den Trick kenne ich»

Eine Liste mit unseriösen Firmen finden Sie bei der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht Finma!

Und hier noch 2 aktuelle Fälle zum Thema Finanzbetrug aus der Kassensturz Redaktion vom 3.3.2010.

Kassensturz vom 02.03.2010

 

Verfasser: Hajo Michels am 04.03.2010 um 11:41:21 Uhr

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