Facebook wird auch von Betrügern stark frequentiert
Grosse Menschenansammlungen, wie Konzerte, Sportveranstaltungen usw., locken immer auch Diebe an und wecken deren Begehrlichkeiten. Zu verlockend und vielfältig das Angebot und die Möglichkeiten, zu einfach in der Masse wieder unterzutauchen und ungeschoren davon zukommen. Grosse Menschensammlungen gibt es auch auf Facebook und Co. Allein Facebook hat weltweit über 200 Mio. Mitglieder, davon ca. 1.5 Mio. in der Schweiz. Da wundert es nicht, dass nach und nach alle Tricks, welche man vorher aus dem nicht virtuellen Leben kannte, sukzessive ins Internet übertragen werden und natürlich auch auf Facebook & Co. zum Einsatz kommen.
Konkret wurden in letzter Zeit die nachfolgenden Fälle bekannt und wir möchten Sie davor warnen:
• Identitätsdiebstahl oder Missbrauch des Profils
Fall: In den USA wurden einige Fälle bekannt, indem Gaunern das Knacken des Profils gelang. Sie konnten dann Nachrichten an Kontakte/Freunde des Profilinhabers versenden. Darin gaukelten sie eine herzerweichende Geschichte von Ferien und ausgeraubt und mittellos in fremdem Land gestrandet vor. Sie forderten die Freunde auf, ihnen schnell Geld via Western Union zu senden. Was prompt auch einige hilfsbereite Menschen machten.
Die Schweizerische Kriminalprävention rät
o Passwörter immer sicher aufbewahren und Sonderzeichen sowie Gross- und Kleinschreibung in einer mindestens 8 Zeichen langen Kombination verwenden.
o Nicht auf solche Geldanfragen eingehen, ohne diese via Telefon oder Originalemail zu checken.
• Nigerianischer Liebesscam und Anbahnung von Vorschussbetrug
Fall: Als Mann erhalten sie plötzlich Freundschaftsanfragen oder Nachrichten von sehr attraktiven, jungen Damen aus einem afrikanischen Land oder auch aus dem fernen Russland. Als Dame halt von sehr jungen attraktiven Männern aus einem fernen Land. Diese senden sehr schnell ihre E-Mail und wollen die Konversation via E-Mail fortsetzten. Und der geneigte Leser unseres Blogs ahnt es schon, hier wird ein Vorschussbetrug eingefädelt. Und wie das bei Lovescam so abläuft, wird einem bald schon die grosse Liebe gestanden und danach haarsträubende Geschichten, warum Mann/Frau jetzt dringend Geld braucht. Lesen Sie unseren Blogbeitrag: Love Scam | Bezness | Heiratsschwindel | Sexschwindel oder „Liebe & Sex“ als Betrugsmethode
Die Schweizerische Kriminalprävention rät
o Nicht auf derartige E-Mails eingehen, einfach löschen und Ruhe ist.
o Nie Geld zahlen wegen rührenden Geschichten von E-Mail-Bekanntschaften!
• Kostenfalle auf Facebook, falsche „Freunde“
Fall: Man erhält die Nachricht von einem Facebookfreund doch an einem Spiel teilzunehmen und herauszufinden, „Wer dich heimlich liebt“. Man klickt drauf, «kommt ja von einem Freund», man soll seine Handynummer eingeben, tut man dann, «kommt ja von einem Freund», man bekommt dann eine SMS und die bestätigt man dann, «kommt ja von einem Freund» und am Ende des Monats hat man dann unter Umständen eine hohe, sehr hohe, wirklich hohe Handyrechnung, weil man unbeabsichtigt ein SMS Abo gelöst hat. Da nützt einem auch, das «kommt ja von einem Freund», nichts mehr.
Schauen Sie sich den ganzen Beitrag der Kassensturz Redaktion an!
Die Schweizerische Kriminalprävention rät
o Nicht auf derartige E-Mails eingehen, einfach löschen und Ruhe ist.
o Nie die Handynummer irgendwo eingeben, um an einem Spiel teilzunehmen oder etwas gewinnen zu können, das ist immer Abzocke.
Mehr zum Thema Internetbetrug und wie sich davor schützen erfahren Sie auf unsere Webseite:
«Den Trick kenne ich»
Und da war noch dies: Facebook-Anstandsregeln; einmal anders
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