Kein Täter werden!
Bereits im Jahr 2005 hat die Charité ein vielbeachtetes Therapie-Projekt gestartet für pädophile Menschen, die befürchten, sexuelle Übergriffe auf Kinder zu begehen. Der Konsum, der Besitz und die Verbreitung kinderpornografischer Bilder und Filme sind mit den neuen Medien erheblich einfacher geworden. Nicht im engeren Sinne pädophil veranlagte Menschen können über den Konsum von legaler Pornografie mit der Zeit aus einer Suchtentwicklung heraus mehr und mehr in den illegalen Bereich abrutschen. Für pädophile Menschen, die an Kinderpornografie interessiert sind, ist der Zugang bedeutend einfacher geworden, die Hemmschwellen für einen realen Missbauch sinken und Gleichgesinnte können sich einfacher austauschen. Da der Produktion von kinderpornografischem Material immer auch ein realer Missbrauch zugrunde liegt, fördert der Konsum dieser Form von verbotener Pornografie ganz konkret auch den Kindsmissbrauch. Zudem ist die mediale Verbreitung der Missbrauchsdarstellungen für die Opfer eine zusätzliche schwere Belastung. In der Schweiz fehlen präventive Programme sowohl für pädophil veranlagte Menschen als auch für Kinderpornografiekonsumenten. Problembewusste Täter, die von der Strafverfolgung (noch) nicht erfasst wurden, finden kaum Beratungs- und Therapieangebote, die ihnen helfen, von ihren pädosexuellen Interessen abzulassen oder ihre Neigungen in den Griff zu bekommen. Hier finden Sie die Webseite des neuen Projektes des Instituts für Sexualwissenschaft und Sexualmedizin in Berlin: http://kein-taeter-werden-ppk.charite.de/ |
Verfasser: Chantal Billaud am 09.07.2009 um 14:54:27 Uhr
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Das Institut für Sexualwissenschaft und Sexualmedizin in Berlin, die Charité, startet ein neues Projekt zur präventiven Behandlung von Männern, die den Wunsch verspüren, Kinderpornografie zu nutzen oder dies bereits tun.