SKP und Papagallo: Erste Untersuchung zum Einstieg von Vorschulkindern ins Internet
Erstmalig in der Schweiz wurden die Bedürfnisse der „Web-Einsteiger“ -sprich Kinder im Alter zwischen 4 und 8 Jahren - sowie die Erwartungshaltung der Eltern bezüglich Webangebote für ihre Kinder untersucht. Die Studie wurde im Rahmen des Webprojektes „Papagallo & Gollo“ (http://www.papagallo-gollo.com) von seven49.net GmbH in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Kriminalprävention (SKP) erstellt. Die Daten wurden über zwei Online-Fragebogen erhoben, die auf der Website von Papagallo & Gollo im Zeitraum vom 24. September bis Ende Oktober 2009 Interessierten zur Verfügung standen. Ausgefüllt wurden die Fragebogen (einer für Erwachsene/Lehrpersonen und einer für Kinder) von 42 Kindern und 68 Erwachsenen (Eltern und Lehrpersonen). Ziel der Studie war, Erwartungen von Erziehungsberechtigen und von Kindern zu untersuchen. So sollten einerseits Hinweise und Empfehlungen zur besseren Gestaltung von Webprojekten für die Altersgruppe der 4 bis 8-Jährigen ausgearbeitet werden können und andererseits ersichtlich werden, wie ein attraktives, zielgerichtetes Präventionsangebot aussehen müsste, so dass die Kinder später optimal vorbereitet alleine das Internet nutzen können. Wichtigste Ergebnisse und Erkenntnisse: • Kinder finden den Zugang ins Internet über ihre „realen“ Spielsachen aus dem Kinderzimmer (z.B über Diddl). Spiele mit bekannten Figuren aus dem realen Spielalltag der Kinder zu spielen ist die Hauptmotivation, um Webseiten zu besuchen. Die gut besuchten Kinderwebseiten vermitteln kein Sachwissen sondern dienen ausschliesslich der Unterhaltung und Beschäftigung der Kinder. • Eltern wünschen sich für ihre Kinder pädagogisch wertvolle Webseiten, die auch dem Präventionsaspekt Rechnung tragen. Eltern resp. vor allem Mütter verfügen über ein ausgeprägtes Gefahrenbewusstsein und sind sensibilisiert, was Präventionsbotschaften betrifft. • Die von den Kindern benutzen Webseiten enthalten aber weder spezielle Lernfunktionen, noch findet man Präventionshinweise. Teils ist auch Werbung aufgeschaltet und die konkrete Produktvermarktung steht im Vordergrund. • Präventionsbotschaften müssten somit entweder in Spiele verpackt auf eigens dafür geschaffenen Webseiten untergebracht werden oder in Zusammenarbeit mit Spieleherstellern auf deren Produktewebseiten platziert werden können. Hierbei wäre es interessant zu erkennen, ob die Kinder wegen den Spielen an sich die Webseiten der Spielehersteller besuchen oder wegen den spezifischen Spielwaren und –figuren.
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Verfasser: Chantal Billaud am 16.11.2009 um 15:58:40 Uhr
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Kinderschutz wird in der Schweiz gross geschrieben. Eltern und Kinderschutzorganisationen wollen, dass sich Kinder möglichst gefahrlos im Internet bewegen können und wenn möglich auch noch etwas lernen dabei. Kinder wollen sich vor allem unterhalten und spielerisch die neue virtuelle Welt entdecken. Kinder erkunden das Internet heutzutage bereits im Vorschulalter. Wie aber eine ideale Einstiegsseite für kleinere Kinder aussehen soll, die den Bedürfnissen der Kinder und deren Bezugspersonen entspricht, weiss niemand so genau. Dank einer Studie zu genau diesen Fragen können nun erste Antworten gegeben werden. 