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150’000 erlebten in Bern ein Fussballfest

Auch der zweite Berner Spieltag ist geglückt. Die Bilanz im Sicherheitsbereich fällt ausserordentlich positiv aus. In Relation zur riesigen Menschenmasse, waren die negativen Begleiterscheinungen verschwindend klein.

Was die Stadt Bern gestern erleben durfte, ist einzigartig. Mit 150’000 Fussballfans wurde die Einwohnerzahl von Bern mehr als verdoppelt. Dieser Tag wird auch für die Sicherheitskräfte unvergesslich bleiben. Er gibt ihnen die Genugtuung, dass sich die grosse Vorbereitungsarbeit, die sie geleistet haben, gelohnt hat. Gestern war für die Sicherheitskräfte nicht nur ein grosses Fest angesagt, sondern vor allem auch höchste Konzentration und Einsatzbereitschaft sowie Flexibilität in der Führung der verschiedenen Dienste. Das Zusammenspiel der Rettungs- und Sicherheitskräfte hat reibungslos geklappt. Ebenso das Zusammenspiel mit der Host City.
Die Bilanz im Sicherheitsbereich fällt ausserordentlich positiv aus. Die gewaltige Menschenmenge war für die Sicherheitskräfte die grösste Herausforderung. Deren Verhalten und die entstehenden Probleme wurden überall und ständig beobachtet. So konnten zeitgerecht die nötigen Massnahmen getroffen werden. Mit dem Ziel die überfüllten Zonen zu entlasten, wurden beispielsweise die Eingänge und Nottore der Public-Viewing Zonen geöffnet oder die Fans ab dem Stade de Suisse kurzfristig vom Stadion über den Bärengraben in die Innenstadt geleitet.
Bei einer solchen Menschenmenge waren vereinzelte Auseinandersetzungen nicht zu vermeiden. Es ist der Polizei jedoch gelungen, immer wieder einzugreifen und die Situationen zu beruhigen. Insgesamt wurden rund 100 Personen vorübergehend festgenommen, beispielsweise wegen Schlägereien, Sachbeschädigungen, Abbrennen von Pyrotechnika sowie Taschen- und Ladendiebstählen. Mit dem Blick auf die Gesamtdimension ist diese Zahl jedoch verschwindend klein.
Die Bewährungsprobe bestanden hat auch das Verkehrskonzept. Es ist gelungen, Fussballfans zum Umsteigen auf den öffentlichen Verkehr zu motivieren. Auch in Spitzenzeiten kam es zu keinen grösseren Verkehrsbehinderungen. Insgesamt wurden rund 150 Cars und 2000 Personenwagen auf den dafür vorgesehenen Parkplätzen parkiert – das sind deutlich weniger als erwartet.


publiziert von: Police Bern am 14.06.2008 um 11:47:00 Uhr
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