Assistenzdienst der Armee zu Gunsten der Fussball-Europameisterschaft 2008Bern - Der Bundesrat hat an seiner heutigen Sitzung die Botschaft und den Entwurf zum Bundesbeschluss über den Einsatz der Armee im Assistenzdienst zur Unterstützung der zivilen Behörden anlässlich der Fussball-Europameisterschaft 2008 (UEFA EURO 2008) gutgeheissen. Vom 2. bis 28. Juni 2008 sollen maximal 15 000 Armeeangehörige den zivilen Behörden an den vier Austragungsorten Basel, Bern, Genf und Zürich zur Verfügung stehen. Der Assistenzdienst muss vom Parlament genehmigt werden. Mit dieser Botschaft tritt der Bundesrat im Zusammenhang mit der UEFA EURO 2008 zum dritten Mal vor das Parlament. War es in den Botschaften vom 27. Februar 2002 und vom 9. Dezember 2005 vorwiegend um finanzielle Unterstützung gegangen, geht es nun darum, die zivilen Behörden mit Mitteln der Armee zu unterstützen. Bereits in den zwei früheren Botschaften wurde davon ausgegangen, dass die zivilen Behörden mit Leistungen der Armee unterstützt werden. Die Gesuche der Kantone mit den Austragungsorten Basel, Bern, Genf und Zürich liegen nun vor. Auf Grund der Planungsfristen (Dienstleistungsplan) seitens der Armee haben aber bereits im vergangenen Jahr erste Absprachen zwischen den zivilen Polizeibehörden der Austragungsorte und der Armee über Art und Umfang der von der Armee zu erbringenden Leistungen stattgefunden. Daraus ergab sich ein Leistungskatalog, der als Grundlage für die Planung des Assistenzdienstes diente. Viele Fragen sind noch offen. Zum Beispiel weiss man heute noch nicht, wer sich für die EM 2008 qualifizieren wird und welche Mannschaften wo gegeneinander spielen werden; die Auslosung der Spiele findet am 1. Dezember 2007 statt. Damit aber bereits jetzt die Dienstleistungspläne für 2008 erstellt werden können, sind die Polizeibehörden bei ihren Gesuchen von einer bestmöglichen Unterstützung durch die Armee ausgegangen, was nicht heisst, dass diese dann auch tatsächlich im vollen Umfang beansprucht wird. Aufgeboten werden nach heutigem Planungsstand elf Bataillone oder Abteilungen aus den Bereichen Führungsunterstützung, Radar, Richtstrahl¬verbindungen, Übermittlung und elektronische Kriegführung, drei Infanteriebataillone und zwei Logistikbataillone. Dazu kommen acht Kompanien aus den Bereichen Sanität, Transport und Verkehr, militärische Sicherheit und Hundeführer, Kommandostäbe der Territorialregionen 1, 2 und 4 sowie Lufttransportmittel. Das ergibt nach heutigem Aufgebot einen Totalbestand von rund 13 900 Armeeangehörigen. Der Truppeneinsatz fällt je nach Spieltag, Austragungsort und Truppenkörper zeitlich gestaffelt aus, so dass sich der Maximalbestand über die Dauer des Turniers aufteilt. In den Truppenkörpern mit Querschnittsfunktionen (z.B. Führungsunterstützung) sind ebenfalls interne Ablösungen zur Sicherstellung der Durchhaltefähigkeit über die gesamte Turnierdauer eingerechnet. Der Maximalbestand ist somit nach heutiger Planung zu keiner Zeit in vollem Umfang gleichzeitig im Einsatz.
Einsatz von Aufklärungsmitteln
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