Berne - Erstes Fazit der Blaulicht-Organisationen zu ihrem Einsatz an der Euro 08Bis zu 2700 Sicherheitskräfte aus den Bereichen Polizei, Feuerwehr, Zivilschutz, Sanität und Militär standen während der EURO 2008 im Kanton Bern gleichzeitig im Einsatz und trugen damit zum reibungslosen Ablauf des Grossereignisses bei. Wichtiger Grund für den Gesamterfolg waren die gemeinsame Planung und Vorbereitung der involvierten Sicherheitsdienste von Bund, Kanton und Ge-meinden. Die Sicherheit hatte in der Planung der EURO 2008 von Beginn weg höchste Priorität. Die UEFA formulierte diesbezüglich klare Anforderungen an die Host-Cities. Durch den engen Kontakt mit den Verantwortlichen ausländischer Grossevents und der Lageanalyse mit den Sicherheitsbehörden des Bundes hatten sich Polizei und Rettungskräfte auch auf schwierige Szenarien vorbereitet und ein entsprechendes Sicherheitsdispositiv aufgebaut. Bern habe als Host City sowohl bei der Auslosung als auch mit dem Wetter ein Quäntchen Glück gehabt, gesteht Regierungsrat Hans-Jürg Käser. Doch als Polizei- und Militärdirektor sagt er ohne jegliche Einschränkung, dass das Sicherheitsnetz dank enormer Vorbereitung und professioneller Führung der Einsatzkräfte reibungslos funktioniert hat. Auch der Stadtberner Gemeinderat Stephan Hügli sieht in der Vorbereitung den Schlüssel zum Erfolg: „Die Tatsache, dass während der EURO 2008 nichts Gravierendes passiert ist, ist ein Argument dafür, dass wir das Richtige getan haben.“ Die zurückhaltende, aber wirksame Präsenz der Sicherheitskräfte wirke bei grossen Menschenansammlungen immer beruhigend, so der Direktor für Sicherheit, Umwelt und Energie der Stadt Bern. Für die Sicherheitsverantwortlichen ist aber klar, dass es während der EURO 2008 immer wieder auch heikle Momente gab. Die Massierung von Menschen in der Berner Innenstadt hatte zeitweise ein Ausmass erreicht, das Sorgen machte. Eine Massenpanik hätte gravierende Folgen haben können, betonte Regierungsrat Hans-Jürg Käser. Zudem habe man grosse Anstrengungen gemacht, über Deeskalation und Prävention potentielle Konflikte im Keim zu ersticken.
Regierungsrat Hans-Jürg Käser bilanziert die Arbeiten im Sicherheitsbereich wie folgt:
Grosseinsatz der Blaulichtorganisationen
Das friedliche Zuschauerverhalten wirkte sich auch auf die Arbeit der Sanitätskräfte aus. An Spieltagen seien jeweils rund 400 Personen mit 65 Fahrzeugen für die medizinische Betreuung im Einsatz gestanden, sagte Urs Aebersold von der kantonalen Gesundheits- und Fürsorgedirektion. Insgesamt mussten während der EURO 2008 nur 710 Personen medizinisch betreut werden, am meisten am 13. Juni mit 158 Fällen. Im Raum Bern trugen insgesamt rund 1000 Feuerwehrleute zur Sicherheit bei.
Auch für den Verkehrsbereich zieht die Polizei ein positives Fazit. Staus sind weitgehend ausgeblieben, und schwere Unfälle wurden keine verzeichnet. Die meisten Gäste sind mit den öffentlichen Verkehrsmitteln angereist. Dies hatte zur Folge, dass die 5000 zur Verfügung stehenden Autoparkplätze nur zu rund 40 Prozent belegt waren.
|
|
- Newsblog
- Kriminal prävention
- Safersurfing Kinderwebseite
- Stopp-Kinder pornografie
- Betrug
- Softairguns
- EURO 2008
