Bundesamt für Bevölkerungsschutz
Bern: der Einsatz der Sicherheitskräfte beginntMit zwei gross angelegten Einsatzübungen haben die Kantonspolizei Bern und ihre Partner aus dem Sicherheitsbereich ihre Vorbereitungen für die EURO 08 abgeschlossen. Kurz vor dem Anpfiff hat für sie nach einer langen Planungsphase der Einsatz begonnen. Die Sicherheits- und Rettungsorganisationen sind zuversichtlich, dass sie die Sicherheit im Kanton Bern während der EURO 08 gewährleisten können. Zehn Tage vor Beginn der EURO 08 haben die Kantonspolizei Bern und ihre Partner aus dem Sicherheitsbereich organisatorische Abläufe und die Zusammenarbeit getestet. Die Übungen wurden bewusst kurz vor Beginn der EURO 08 durchgeführt, um die Strukturen nutzen zu können, die im Hinblick auf die EURO 08 aufgebaut worden sind.
Am Dienstag wurden polizeiinterne Abläufe im Zusammenhang mit der Festnahme einer grösseren Anzahl Personen durchgespielt. Heute Mittwoch folgte eine gross angelegte Einsatzübung im Stade de Suisse. Dabei wurde das Zusammenspiel zwischen Polizei, Feuerwehr, Sanität, Zivilschutz und weiteren Partnerorganisationen geübt. Ausgangslage bildete ein starkes Gewitter mit Hagelschlag, bei dem zahlreiche Zuschauer verletzt wurden.
Bei der anschliessenden Medienkonferenz äusserten sich die Referenten zur interdisziplinären Zusammenarbeit von Polizei, Feuerwehr, Sanität, Zivilschutz und der weiteren Partner. Gemeinderat Stephan Hügli, Direktor für Sicherheit, Umwelt und Energie, ist überzeugt davon, dass die Sicherheit rund um die EURO 08 gut vorbereitet und dank der Professionalität der beteiligten Dienste auch in ausserordentlichen Situationen optimal gewährleistet ist. Die hauptsächlichen Herausforderungen lägen jedoch bei den Ordnungs- und Sicherheitsaufgaben rund um die grossen Menschenmengen und dem zu erwartenden sehr grossen Alkoholkonsum. Viktor Baumann, Geschäftsleitungsmitglied Stade de Suisse, führte aus, dass an einem EURO 08 Gruppenspiel rund dreimal so viele Sicherheitskräfte im Einsatz seien wie an einem Spiel der Champions League mittlerer Risikostufe. Seit der Übernahme des Stadions durch die UEFA werde dieses mit Video und Patrouillen überwacht. Zudem würden seit dem 12. Mai alle Anlieferungen und Zutritte zum Stadion kontrolliert. Das Stadion verfüge über eine eigene Notfallorganisation, welche als Erstintervenierende zum Einsatz komme. Dr. Stefan Blättler, Kommandant der Kantonspolizei Bern, ist froh, dass nach einer langen Planungsphase nun der Einsatz beginnt. Er äusserte seinen Respekt vor der grossen Aufgabe, die Sicherheit aller während der EURO 08 zu gewährleisten. Dank der gesamtschweizerischen Sicherheitspartnerschaft, der professionellen Organisation und dem Können der Einsatzkräfte von Polizei, Sanität, Feuerwehr, Zivilschutz, Grenzwachtkorps und subsidiär der Armee könne dieses Ziel aber erreicht werden. Die Polizei freue sich auf die EURO 08, auch wenn sie trotz umfassender Planung jederzeit mit Überraschungen rechnen müsse. Die Kantonspolizei habe sich aber äusserst seriös vorbereitet und werde in der konkreten Situation zusammen mit ihren Partnern rasch und professionell handeln. Damit wolle sie dazu beitragen, dass Bern ein echtes Fussballfest in Sicherheit erleben kann.
„Mr. EURO 08 Bern“, Dr. Marcel Brülhart, dankte den Vertretern aus dem Sicherheitsbereich für die hervorragende Zusammenarbeit mit der Host City Bern. Er ist zuversichtlich, dass nicht nur die Sicherheitsorganisationen, sondern alle beteiligten Partner dank frühzeitiger und gezielter Vorbereitung den Anforderungen der EURO 08 gewachsen sind. Ebenso ist er überzeugt, dass sich die Erfahrungen aus der engen Zusammenarbeit aller Partner nicht nur während der EURO 08, sondern auch langfristig positiv auswirken werden.
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Grosseinsatz des Bevölkerungsschutzes an der UEFA EURO 08Gemeinsam mit den Kantonen und den vier Host Cities gewährleistet der Bund an der EURO 2008 die Sicherheit im öffentlichen Raum. Die Partnerorganisationen des Bevölkerungsschutzes leisten vielfältige Beiträge. Das Beispiel der EURO 08 macht deutlich, dass die Leistungen des Bevölkerungsschutzes weit über das hinaus gehen, was bei Katastrophen und Notlagen von ihm erwartet wird. Die EURO 08 soll ein grosses Fest werden: fröhlich, unbeschwert, bunt, Völker verbindend. Damit dies möglich wird, muss die Sicherheit gewährleistet sein. Mit diskreten und dennoch wirksamen Massnahmen sorgen die Einsatzorganisationen des Bevölkerungsschutzes gemeinsam mit anderen Sicherheitskräften dafür. Damit im Einsatz das Zusammenspiel von Polizei, Sanität, Feuerwehr und weiterer Sicherheitskräfte wie geplant klappt, führen die Blaulichtorganisationen unter Leitung der Kantonspolizei Bern heute im Raum des Stade de Suisse eine gross angelegte Einsatzübung durch.
Der Zivilschutz leistet in den Host Cities und in Orten mit grösseren Public-Viewing-Zonen vielfältige organisatorische und logistische Unterstützung. Er stellt die erforderlichen Kräfte bereit, um die übrigen Einsatzorganisationen bei Bedarf rasch und effizient unterstützen zu können. Insgesamt hat der Bund auf seine Rechung ca. 18’000 Einsatztage in den Host Cities genehmigt. Dazu kommen weitere Einsatztage, die von den zuständigen kantonalen und kommunalen Stellen bewilligt worden sind.
Bundesamt für Bevölkerungsschutz BABS im Einsatz
Das BABS ist aber auch während der EURO 08 im Einsatz: Im Nationalen Koordinationsstab (NAKOS.ch) hat es die Leitung der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr übernommen. Einen zentralen Beitrag leistet das BABS zur Sicherstellung der Information und Kommunikation der Sicherheitskräfte: Die Nationale Alarmzentrale NAZ im BABS betreibt während der gesamten EURO 08 die Elektronische Lagedarstellung (ELD), auf die alle Einsatzkräfte Zugriff haben. Ausserdem sind unter Federführung des BABS im Hinblick auf die EURO 08 die bisher bestehenden POLYCOM-Teilnetze zu einem Gesamtnetz verbunden worden. Das Sicherheits-Funksystem POLYCOM ermöglicht den Funkkontakt innerhalb wie zwischen den beteiligten Sicherheitskräften.
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EURO 08: Armee bietet den Soldaten Masernimpfung anBern, 28.05.2008 - In der Schweiz steigt die Zahl der Masern-Erkrankungen seit 2006 an. Mit dem Angebot einer kostenlosen und freiwilligen Impfung für die Truppen im EURO 08-Einsatz will die Armee in Übereinstimmung mit den Empfehlungen des Bundesamtes für Gesundheit dazu beitragen, das Ansteckungsrisiko bei Massenveranstaltungen zu verringern und so die Truppe zu schützen. Die Armee will einen Beitrag zur Eindämmung der Masernerkrankungen in der Schweiz leisten. Sie bietet den Armeeangehörigen, die im Zusammenhang mit der Fussball-Europameisterschaft UEFA EURO 2008 einen Einsatz leisten, eine freiwillige und kostenlose Impfung an. Empfohlen wird die Impfung für Armeeangehörige, die als Kind keine bestätigte Masernerkrankung durchgemacht haben oder im Impfausweis keinen Eintrag über zwei erfolgte Impfungen gegen Masern oder Masern-Mumps-Röteln (MMR) aufweisen. Mit der Impfung wird schon nach wenigen Tagen ein Schutz vor Masern von rund 95 Prozent erreicht. Für einen maximalen Schutz kann nach mindestens einem Monat eine zweite Impfung privat durchgeführt werden. Die Truppenkommandanten werden die Einrückenden im Rahmen des Armeeeinsatzes zu Gunsten der UEFA EURO 2008 über die Möglichkeit der freiwilligen und kostenlosen Masernimpfung orientieren. Die medizinische Notwendigkeit einer Impfung wird durch den Truppenarzt auf Grund der (zivilen) Impfausweise und eines kurzen Gesprächs mit den Armeeangehörigen festgelegt. Die Impfung erfolgt dezentral in den Krankenabteilungen und Ambulatorien der Armee. Für die nicht im EURO-08-Einsatz stehenden Truppen und die Stellungspflichtigen wird ein Impfangebot je nach Entwicklung der Masernsituation geprüft.
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EURO 08: Die sanitätsdienstlichen Vorbereitungen sind praktisch abgeschlossenBern - Am 8. April 2008 hat in Solothurn eine weitere Fachtagung des Koordinierten Sanitätsdienstes (KSD) stattgefunden. Die über 160 Teilnehmenden wurden über den aktuellen Stand der Vorbereitungen und die Massnahmen im Bereich der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr an der EURO 08 informiert. Mehr als 160 Fachleute von Kantonen, Akutspitälern, privaten Organisationen sowie der Armee und Bundesstellen nahmen an der Fachtagung des KSD teil, um sich über den Stand der Vorbereitungen und die Massnahmen im Bereich der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr an der EURO 08 zu informieren. Führungsverantwortliche und Fachexperten aus dem In- und Ausland vermittelten den Teilnehmenden mit aktuellen Referaten wichtige Inputs und Grundlagen für deren eigenen Arbeitsbereich. Der Anlass hatte zum Ziel, den Teilnehmenden den Nutzen und die Nachhaltigkeit von Konzepten und Massnahmen aufzuzeigen, welche zurzeit weit über die EURO 08 hinaus auf Stufe Bund kurz vor dem Abschluss stehen und auf Stufe Kanton teilweise bereits umgesetzt werden. Es sind dies insbesondere:
- das Hospitalisationskonzept EURO 08 Schweiz
Im Rahmen der EURO 08 wurden im Weiteren die sanitätsdienstlichen Konzepte der Host Cities Basel und Zürich sowie das Sanitätskonzept des Kantons Bern und der Sanitätsdienst im Bereich Public Viewing am Beispiel der Stadt Bern vorgestellt. Besondere Höhepunkte bildeten die Ausführungen der Referenten aus Österreich und Deutschland zur Krankenhausalarmplanung und zur präklinischen Versorgung. Der Beauftragte des Bundesrates für den KSD, Dr. med. Gianpiero A. Lupi, hat seine Erwartungen an das Sanitätsdienstliche Koordinationsgremium (SANKO) im Rahmen der UEFA EURO 08 dargelegt. Die Zusammenarbeit mit dem SANKO und diejenige innerhalb des SANKO wird im Rahmen der UEFA EURO 08 erstmals in einem Echteinsatz getestet werden können. Dank der Mitarbeit von zahlreichen Fachleuten aus Kantonen und Bundesstellen und unter der Federführung der Geschäftsstelle KSD ist es gelungen, vor allem im Bereich der ABC-Dekontamination von Personen Massnahmen umzusetzen, die auch über die UEFA EURO 08 hinaus ihre nachhaltige Wirkung haben werden und eine seit langem bestehende Lücke geschlossen haben. Der Beauftragte des Bundesrates für den KSD ist überzeugt, damit und mit der landesweiten Anbindung aller Akutspitäler an das Informations- und Einsatz-System (IES-KSD) zum guten Gelingen der EURO 08 beitragen zu können.
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