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Katastrophenschutz

EURO 2008: Anpfiff für die Armee

Für gegen 10’000 Armeeangehörige ist am Montag der Anpfiff für den Sicherungs- und Unterstützungseinsatz der Armee zugunsten der UEFA EURO 2008. Nach dem Einrücken beginnt die einsatzbezogene Ausbildung, mit der jeder einzelne AdA fit gemacht wird für seinen Einsatz.

Die ersten Armeeangehörigen stehen bereits seit Anfang April im Einsatz zu Gunsten der Host Cities Basel, Bern, Genf und Zürich. Sie haben bereits mehr als 7’000 Diensttage vor allem für Aufbauarbeiten geleistet. Am Montag, 2. Juni 2008, rückt das Gros jener Armeeangehörigen ein, die zu Gunsten der Fussball-Europameisterschaften 2008 einen Einsatz leisten werden. In den nächsten Tagen frischt die Truppe ihre Grundkenntnisse auf und erhält eine einsatzbezogene Ausbildung, mit der jeder Armeeangehörige spezifisch auf seine Aufgaben vorbereitet wird. Die Aufträge von Bund, Kantonen und Host Cities an die Armee lassen sich grob in drei Kategorien aufteilen.

• Manpower: Unterstützung bei Auf- und Abbauarbeiten, Unterstützung der Polizei mit Personal und Material (Schutzaufgaben, Verkehrsregelung, Fahrzeugkontrollen), Verstärkung des Grenzwachtkorps, Führungsunterstützung sowie logistische Unterstützung (Sanitätsdienst);
• Materiallieferungen: Absperrmaterial, Fahrzeuge, Material, Geräte;
• Spezialaufgaben: Lufttransporte, Überwachung des Luftraumes / Luftpolizeidienst, Unterstützung bei Ereignissen mit biologischen oder chemischen Stoffen sowie Katastrophenhilfe.

Für ihre Aufträge darf die Armee gemäss Bundesbeschluss maximal 15’000 Angehörige der Armee einsetzen. Der Assistenzdienst ist dabei vom 2. bis 28. Juni festgelegt. Weil der Gesamteinsatz damit länger als die für einen Wiederholungskurs üblichen drei Wochen dauert, ist zwischen dem 16. und 22.06.08 eine teilweise Ablösung der Truppen notwendig. In dieser Zeit werden bis zu 13’000 Armeeangehörige im Dienst stehen, während den anderen Spielwochen maximal 10’000.

Zur einsatzbezogenen Ausbildung der kommenden Tage zählt auch die Anwendung der Einsatz- und Verhaltensregeln. Diese sind an den jeweiligen Auftrag angepasst und mit den zivilen Auftraggebern abgesprochen. Darin geregelt ist unter anderem auch, ob die Bewachung ziviler Objekte mit durchgeladener Waffe erfolgt. Aufgrund der Aufträge an die Armee kann der grösste Teil der Armeeangehörigen rund 75 Prozent ihre Aufträge unbewaffnet durchführen. Dies auch im Sinne eines friedlichen Erscheinungsbildes für ein friedliches Fussballfest. Diejenigen Armeeangehörigen, die ihren Dienst bewaffnet versehen, sind zusätzlich mit einem Reizgasspray ausgerüstet. Damit wird ihr Handlungsspielraum im Sinne einer situationsgerechten Reaktion vergrössert. Die armeeweite Einführung dieses Systems ist für 2010 geplant.

Die Armee leistet keinen Ordnungsdienst, dieser ist Sache der Polizei. Wo immer möglich wird zudem der direkte Kontakt der Truppe zu den Fussballfans gemieden. Im Bereich des Wachtdienstes bei der Truppe werden die Weisungen des Eidgenössischen Departementes für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) umgesetzt. Der Entscheid über die Art der Bewachung bei militärisch genutzten Objekten oder Infrastrukturen - d.h. ob die Waffe durchgeladen ist oder nicht - liegt beim zuständigen militärischen Kommandanten.

Wie bei allen subsidiären Einsätzen der Armee tragen auch für den Einsatz an der UEFA EURO 2008 die zivilen Behörden die Einsatzverantwortung. Die Führungsverantwortung liegt bei der Armee. Kommandant des subsidiären Einsatzes ist Divisionär Peter Stutz, Chef des Führungsstabes der Armee. Der grösste Teil der eingesetzten Truppe gehört zum Einsatzverband Boden unter dem Kommando von Divisionär Eugen Hofmeister, Kommandant der Territorialregion 2. Der Einsatzverband Luft untersteht dem Chef Einsatz der Luftwaffe, Divisionär Markus Gygax.

Aufgeboten sind zehn Bataillone und Abteilungen aus dem Bereich Führungsunterstützung (Radar, Richtstrahlverbindungen, Übermittlung und Aufklärung), drei Infanteriebataillone und zwei Logistikbataillone. Hinzu kommen Detachemente aus den Bereichen Sanität, Transport, Verkehr, ABC-Schutz, militärische Sicherheit und Hundeführer, verschiedene militärische Stäbe sowie Lufttransport- und Luftaufklärungsmittel. Die Arme erbringt ihre Leistungen im nationalen Sicherheitsverbund und arbeitet eng mit den zivilen Sicherheitsorganen zusammen. Militärisches Bindeglied zu den zivilen Behörden in den Host Cities sind die kantonalen Territorial-Verbindungsstäbe.

Der Einsatz an der UEFA EURO 2008 ist zwar der grösste, aber nicht der einzige Einsatz der Armee zu diesem Zeitpunkt. Weitere Assistenzdiensteinsätze im Inland wie “AMBA CENTRO” (Schutz von diplomatischen Einrichtungen), “LITHOS” (Unterstützung des Grenzwachtkorps bei der Sicherung der Landesgrenze), “TIGER” und “FOX” (Sicherheit in der Luftfahrt) sowie die Einsätze im Ausland (unter anderem SWISSCOY) werden unverändert weitergeführt. Zudem hält die Armee wie das ganze Jahr über Mittel zur Katastrophenhilfe und für die Bewältigung anderer Ereignisse bereit.

www.armee.ch/euro08


publiziert von: Führungsstab der Armee am 01.06.2008 um 14:03:00 Uhr
Host City | Bern | Basel | Genève | Zürich | Sachthema | Katastrophenschutz | Luftsicherheit | Sanitätseinsatz | Assistenzdiensteinsatz der Armee | Akteure | Eidgenössisches Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) | Schweizer Armee | Permalink

Tagesüberblick Sicherheit EURO 2008

Tagesüberblick Sicherheit EURO 2008, Mittwoch 28. Mai (miz)

EINSATZÜBUNG DER SICHERHEITSKRÄFTE IN BERN: Mit zwei gross angelegten Einsatzübungen haben die Kantonspolizei Bern und ihre Partner aus dem Sicherheitsbereich ihre Vorbereitungen für die EURO 2008 abgeschlossen. Kurz vor dem Anpfiff hat für sie nach einer langen Planungsphase der Einsatz begonnen. Die Sicherheits- und Rettungsorganisationen sind zuversichtlich, dass sie die Sicherheit im Kanton Bern während der EURO 2008 gewährleisten können. (Quelle: http://www.police.be.ch)

FREIWILLIGE IMPFUNG: In der Schweiz steigt die Zahl der Masern-Erkrankungen seit 2006 an. Mit dem Angebot einer kostenlosen und freiwilligen Impfung für die Truppen im EURO 2008-Einsatz will die Armee in Übereinstimmung mit den Empfehlungen des Bundesamtes für Gesundheit dazu beitragen, das Ansteckungsrisiko bei Massenveranstaltungen zu verringern und so die Truppe zu schützen. Auch für die Angehörigen des Zivilschutzes wird eine Impfmöglichkeit angeboten. Das Bundesamt für Gesundheit hat zusammen mit dem Teilprojekt Sicherheit Öffentliche Hand EURO 2008 die Masernimpfung via die Kantonsärzte auch den Polizeikorps empfohlen. Ziel ist, dass alle Polizistinnen und Polizisten, die im EURO-Einsatz stehen, sich freiwillig und kostenlos der Masernimpfung unterziehen können. Die Massnahmen trifft jedes Polizeikorps in eigener Kompetenz. (Weitere Informationen: http://www.vtg.admin.ch)

INFORMATION DER SICHERHEITSKRÄFTE: Die Planungs- und Vorbereitungsarbeiten des Teilprojekts Sicherheit der Projektorganisation Öffentliche Hand UEFA EURO 2008 für die EURO 2008 sind abgeschlossen. Wie dies bereits im «Nationalen Sicherheitskonzept Schweiz für die UEFA EURO 2008» vorgesehen und beschrieben ist, zeichnen für die konkrete Umsetzung der Sicherheitsmassnahmen nun die Kantone und die Polizeikorps in den Austragungsorten verantwortlich. Die Informationsführung während des Einsatzes der Sicherheitskräfte liegt bei den polizeilichen Einsatzverantwortlichen. Zu deren Unterstützung betreibt die Teilprojektleitung Sicherheit ab dem 26. Mai 2008 eine nationale Medieninformationszentrale Sicherheit (MIZ), die bis am 30. Juni 2008 rund um die Uhr erreichbar ist. (Quelle: http://www.sicherheiteuro2008.ch)

GROSSEINSATZ DES BEVÖLKERUNGSSCHUTZES AN DER UEFA EURO 08: Gemeinsam mit den Kantonen und den vier Host Citys gewährleistet der Bund an der EURO 2008 die Sicherheit im öffentlichen Raum. Die Partnerorganisationen des Bevölkerungsschutzes leisten vielfältige Beiträge. Das Beispiel der EURO 2008 macht deutlich, dass die Leistungen des Bevölkerungsschutzes weit über das hinaus gehen, was bei Katastrophen und Notlagen von ihm erwartet wird. (Quelle: http://www.babs.admin.ch)

INFORMATION DER PROJEKTORGANISATION ÖFFENTLICHE HAND: Die Gesamtprojektkoordination Bund UEFA EURO 2008 liefert während der UEFA EURO 2008 täglich Informationen auf Stufe Schweiz. mehr dazu


publiziert von: MIZ Sicherheit am 28.05.2008 um 17:06:01 Uhr
Host City | Bern | Sachthema | Katastrophenschutz | Polizeieinsatz | Stadionsicherheit | Zivilschutz | Ausbildung und Übungen | Akteure | Feuerwehr | Polizeikorps | Kantonspolizei | Bern | Sanitätsdienst | Zivilschutz | Permalink

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