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Jahreskonferenz der Schweizerischen Polizeikommandanten 12./13. September 2007

Luzern - Die Schweizer Polizeikommandanten haben sich an ihrer Jahrestagung erneut einstimmig für einen gemeinsamen interkantonalen Polizeieinsatz zur Bewältigung der EURO 08 ausgesprochen. Jeder Kanton wird so viele Polizeikräfte wie möglich zur Verfügung stellen. Diese werden entsprechend ausgebildet. Dies wurde am vergangenen Donnerstag in Bern an der Jahreskonferenz der Schweizerischen Polizeikommandanten beschlossen. Zudem haben die Polizeikommandanten die Wichtigkeit der SOKO Rebecca und deren Weiterführung bestätigt.

Unter der Leitung ihres Präsidenten, Kdt Beat Hensler, LU, haben die Kommandanten der schweizerischen Polizeikorps der Kantone und der Städte Bern und Zürich im Stade de Suisse in Bern ihre Jahreskonferenz durchgeführt.

Dabei sind neben im Wesentlichen folgende Geschäfte behandelt worden:

Gemeinsamer Einsatz und Ausbildung für die EURO 08
Bezüglich der Euro 08 wurde eine Grundsatzerklärung (Committment) diskutiert und verabschiedet. Die kantonalen Korps sind bereit, für diesen Anlass die eigenen Interessen im Sicherheitsbereich denjenigen der gesamten Schweiz gleichzustellen. Ziel ist die erfolgreiche Bewältigung der EURO 08 durch die Schweizer Polizei. Alle Polizeikorps werden für den beschlossenen interkantonalen Polizeieinsatz so viele Kräfte wie möglich zur Verfügung stellen. Der im deutschen Innenministerium für Sicherheitsbelange an der Fussball WM 2006 zuständige Jürgen Schubert orientierte die Kommandanten über die Erfahrungen aus Deutschland. Diese werden in die Vorbereitungen der Sicherheitsbestrebungen für die Euro 08 miteinbezogen. Es zeigt sich, dass eine zielgerichtete Ausbildung der Polizisten im Bereich der Deeskalation notwendig ist. An der Jahreskonferenz wurde beschlossen, diese zu initiieren. Entsprechend der oben erwähnten Ausbildung im Bereich der Deeskalation entwickeln die Kommandanten BS und BL ein solches Konzept. Inhaltlich wollen die Polizeikommandanten das aus Berlin bekannte Antikonflikt-Konzept prüfen. Gemäss diesem Konzept werden Mitarbeitende speziell für Konfliktsituationen im Rahmen von Sportveranstaltungen geschult.

Zentralstelle Hooliganismus
Die Zentralstelle Hooliganismus, bisher als Projekt bei der Stadtpolizei Zürich geführt, wird gesamtschweizerisch als Institution der KKPKS am bewährten Ort angegliedert. Die Zentralstelle Hooliganismus erfüllt als Koordinationsstelle eine wichtige Funktion im Kampf gegen Gewalt im Sport. Mit dem Entscheid wird sie als feste Institution ausgestaltet. Ein entsprechender Leistungsauftrag zwischen der Konferenz und der Stadtpolizei Zürich wurde beschlossen. Das Geschäft bedarf der Zustimmung der Konferenz der kantonalen Justiz- und Polizeidirektoren, KKJPD (15./16. November 2007).

Weiterführung der SOKO Rebecca
Aufgrund des aktuellen Falles „Ylenia“ wurde an der Jahrestagung einmal mehr die Wichtigkeit der SOKO REBECCA - Interkantonale kriminalpolizeiliche Arbeitsgruppe für die Fahndung nach vermissten Kindern -. thematisiert. Die Konferenz hat sich einstimmig für eine Weiterführung der SOKO ausgesprochen.

Herausgeber: KKPKS


publiziert von: Bundesamt für Polizei am 18.09.2007 um 17:52:00 Uhr
Sachthema | Risiko-Fans | Ausbildung und Übungen | Akteure | Konferenz der kantonalen Polizeikommandanten der Schweiz | Permalink

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