Schweizer Grenzwache Basel und Deutsche Bundespolizei Stuttgart ziehen
Basel/Stuttgart: Nach drei Spielen in der Grenzstadt Basel und sieben weiteren Spielen in der Schweiz zieht die Basler Grenzwache und die Deutsche Bundespolizei eine positive Zwischenbilanz. Die gemeinsam durchgeführten „One-Stop“ Kontrollen an der deutsch-schweizerischen Landesgrenze haben sich bewährt. Das, entgegen der Erwartung, tiefere Verkehrsaufkommen in allen Verkehrsarten, trug dazu bei dass es zu keinen grösseren Problemen kam. Mehrere registrierte Gewalttäter konnten an der Landesgrenze gestoppt werden. Schweizer Grenzwächter und Deutsche Bundespolizisten stellten an den Grenzen insgesamt rund drei Dutzend verbotene Gegenstände sicher.
Die Schweizer Grenzwache und die Deutsche Bundespolizei ziehen nach der Vorrunde der Europameisterschaft mit drei Spielen in Basel folgendes Fazit:
Das Fahrzeugaufkommen in Richtung Schweiz war vor und am Tag des Eröffnungsspiels höher als an anderen Tagen – aber tiefer als im Vorfeld der EURO - erwartet. Hier dürften die Wetterbedingungen eine massgebliche Rolle gespielt haben..
„One-Stop“ Kontrolle hat sich bewährt
Durch die “One-Stop“ Kontrollen, bei denen Grenzwache und Bundespolizei die deutsche Aus- und die Schweizer Einreise gemeinsam abwickelten, konnten längere Staus auf deutscher Seite vermieden werden. So mussten die anreisenden Fans lediglich am Eröffnungsspiel beim Autobahnübergang Basel-Weil bis zu zehn Minuten Wartezeit in Kauf nehmen. Dies weil der Fanverkehr mit dem beginnenden Sommerreiseverkehr in Richtung Süden zeitlich zusammen fiel.
Friedliche und farbenfrohe Fans
An den anderen Spieltagen in Basel hielt sich das Fahrzeugaufkommen an den grossen Autobahnübergängen zu Deutschland und Frankreich im normalen Rahmen. Die grosse Mehrheit der Fans reiste mit friedlichen Absichten in die Schweiz. Der Filter an der Grenze hat dementsprechend gut funktioniert.
Mehrere Personen gestoppt
Jedoch mussten die Deutsche Bundespolizei und die Grenzwache Basel zusammen rund ein Dutzend Mal gegen bekannte Sportgewalttäter einschreiten. Diesen Personen wurde die Weiterfahrt verweigert. Insgesamt wies die Basler Grenzwache seit Beginn der EURO 08 rund vier Dutzend Personen an der deutschen und französischen Grenze zurück. Hauptgründe waren fehlende Ausweise oder keine gültigen Grenzübertrittspapiere. Vereinzelt wurden auch Alkohol oder Drogen festgestellt, weshalb eine Weiterfahrt nicht mehr zugelassen werden konnte.
Verbotene Gegenstände
Zudem wurden bei den Kontrollen durch Grenzwache und Bundespolizei rund drei Dutzend gefährliche Gegenstände wie Stichwaffen, Schlagwaffen oder Gassprays sichergestellt. Auch stiessen die Grenzbeamten auf mehrere verbotene pyrotechnische Gegenstände wie Knallkörper oder bengalische Zylinderflammen.
Aussichten auf das Viertelfinale in Basel
Grenzwache und Bundespolizei stellen sich nun auf das Viertelfinale am kommenden Samstag in Basel ein. Dann wird, aufgrund der niederländischen Beteiligung, mit einer regelrechten Zuschauerflut gerechnet. Alle verfügbaren Beamten werden an den Strassenübergängen, im Bahnverkehr und am EuroAirport eingesetzt sein.
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