{"id":4300,"date":"2025-06-10T14:52:35","date_gmt":"2025-06-10T12:52:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.skppsc.ch\/de\/?p=4300"},"modified":"2025-10-27T08:15:56","modified_gmt":"2025-10-27T07:15:56","slug":"079-vertraut-aber-vermehrt-gefaelscht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.skppsc.ch\/de\/079-vertraut-aber-vermehrt-gefaelscht\/","title":{"rendered":"079\u2026 vertraut, aber vermehrt gef\u00e4lscht"},"content":{"rendered":"<html><body><div class=\"default-container content-part\"><div class=\"inner-padding\"><p class=\"post-excerpt\">Auf dem Telefondisplay leuchtet eine unbekannte Nummer auf. Aber zumindest die Vorwahl ist vertraut: 079. Das ist eine Nummer der Swisscom, oder? Kann man dem Anruf also vertrauen? Nicht unbedingt, denn die Vorwahl hat nichts zu bedeuten. Es gibt verschiedene M\u00f6glichkeiten, wie Telefonnummern gef\u00e4lscht werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n<p>Fr\u00fcher konnte man aufgrund der Vorwahl klar zuweisen, aus welchem Land und welcher Region ein Telefonanruf stammt. Mit der fortschreitenden Digitalisierung kann man inzwischen diesen \u00adAngaben aber nicht mehr vertrauen. Telefonnummern k\u00f6nnen unter falschen Namen registriert oder gespooft sein. Auch ein TWINT-Account oder eine Kommunikation per WhatsApp mit einer bekannten Schweizer Vorwahl kann gef\u00e4lscht sein.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading foreground-primary\">Falschregistrierungen<\/h2>\n\n\n\n<p>Bei Falschregistrierungen werden Rufnummern vors\u00e4tzlich auf inexistente, oder auf fremde, aber reale Personen oder Firmen, registriert. Diese Rufnummern werden dann f\u00fcr kriminelle Gesch\u00e4fte verwendet. Die T\u00e4terschaft erstellt damit Bankaccounts, registriert die Nummer bei Social-\u00adMedia-Anbietern wie WhatsApp, Signal, Telegram, Viber, etc. oder erstellt einen TWINT-Account. Als \u00advermeintliche\/r B\u00fcrger\/in mit Schweizer Wohnsitz tritt die T\u00e4terschaft mit dem potenziellen Opfer in Kontakt. Der T\u00e4ter oder die T\u00e4terin hinter der Telefonnummer sitzt in der Regel jedoch nicht in der Schweiz, sondern im fernen Ausland. Mit der scheinbar schweizerischen Telefonnummer oder E-Mail-Adresse und entsprechend gew\u00e4hlten Vor- und Nachnamen vermitteln die \u00adKriminellen \u00adSicherheit. Die betroffene Person vertraut dem Gegen\u00fcber, l\u00f6st Zahlungen aus oder gibt gar ge\u00adheime Bankinformationen preis. Damit kann die T\u00e4terschaft komplette Bankkonten pl\u00fcndern. Teilweise werden die so \u00fcbernommenen Bankkonten auch f\u00fcr Geldw\u00e4sche benutzt. Ein wirksamer <a href=\"https:\/\/www.parlament.ch\/de\/ratsbetrieb\/suche-curia-vista\/geschaeft?AffairId=20244392\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Schutz vor Falschregistrierungen<\/a> wird derzeit im Parlament behandelt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading foreground-primary\">Spoofing<\/h2>\n\n\n\n<p>Spoofing, also das Vort\u00e4uschen eines falschen Absenders, gibt es f\u00fcr E-Mails und auch f\u00fcr Telefon\u00adanrufe. Beim Call-ID-Spoofing (Telefone) l\u00e4sst der\/die Anrufer\/in absichtlich eine falsche Ruf\u00adnummer auf dem Display der angerufenen Person anzeigen. Das kann legal eingesetzt werden, \u00adbeispielsweise f\u00fcr Firmenanrufe \u00fcber das private Handy. Oft wird es aber von Kriminellen verwendet, um den Anruf vertrauensw\u00fcrdig wirken zu lassen, etwa als k\u00e4me er von einer bekannten Firma, einer Beh\u00f6rde oder sogar einem Freund. Kriminelle nutzen diese Technik, um pers\u00f6nliche Daten zu ergaunern, Betrug zu begehen oder Druck auszu\u00fcben. Da die angezeigte Nummer manipuliert ist, ist die R\u00fcckverfolgung schwierig. Auch ein wirksamer <a href=\"https:\/\/www.parlament.ch\/de\/ratsbetrieb\/suche-curia-vista\/geschaeft?AffairId=20244391\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Schutz vor Call-ID-Spoofing<\/a> wird aktuell im Parlament diskutiert.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading foreground-primary\">Was k\u00f6nnen Sie tun?<\/h2>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Machen Sie bei jedem Kontakt den Plausibilit\u00e4tstest: Wie wahrscheinlich ist es, dass die Geschichte stimmt?<\/li>\n\n\n\n<li>Vertrauen Sie grunds\u00e4tzlich keiner Zahlungsmethode, die Sie nicht bereits kennen und deren Handling Sie nicht komplett im Griff haben.<\/li>\n\n\n\n<li>Erscheinen die Zahlungsangaben f\u00fcr Sie plausibel? (WhatsApp Nr. und f\u00fcr Zahlung verwendete Rufnummern (Twint) sind bei Delikten oft nicht identisch.)<\/li>\n\n\n\n<li>Geben Sie keine sensiblen Daten bekannt. Keine Bank und auch nicht die \u00adPolizei fragen nach Ihren Kreditkarten-, Twint- oder E-Banking-Zugangsdaten.<\/li>\n\n\n\n<li>Legen Sie im Zweifelsfall auf und kontaktieren Sie die betroffene \u00adPerson (Familienmitglied, Bankberater, Polizei etc.) \u00fcber die offizielle, selbst \u00adrecherchierte Nummer.<\/li>\n\n\n\n<li>Aktivieren Sie den Call-Filter bei Ihrem Telekom-Anbieter.<\/li>\n\n\n\n<li>Blockieren Sie verd\u00e4chtige Nummern.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n<\/div><\/div><div class=\"content-part pdf-download-wrapper\"><div class=\"pdf-download-wrapper\"><a href=\"https:\/\/www.skppsc.ch\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2025\/06\/blog_spoofing_de.pdf\" download target=\"_blank\" class=\"pdf-download\">blog_spoofing_de.pdf<span class=\"skp-download-pdf pdf-download-icon\"><\/span><\/a><\/div><\/div><div class=\"default-container content-part\"><div class=\"inner-padding\"><\/div><\/div><\/body><\/html>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf dem Telefondisplay leuchtet eine unbekannte Nummer auf. 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