Enkeltrick: Die Betrüger werden immer dreister
Medienmitteilung der Schaffhauser Polizei vom 10.11.2006.
Bereits im Frühjahr 2006 hat die Schaffhauser Polizei die Bevölkerung über die Medien auf den sogenannten “Enkeltrick” aufmerksam gemacht (siehe Medieninformation vom 6. April 2006). Die Vorgehensweise ist dabei immer dieselbe: Ein Anrufer (“rate mal, wer hier spricht”) gibt sich als Enkel, Neffe oder guten Bekannten aus und täuscht eine finanzielle Notlage vor. Die kontaktierten Personen, bevorzugt werden Seniorinnen, werden um einen höheren Geldbetrag gebeten. Mit grosser Überre-dungskunst werden sie teilweise tatsächlich dazu gebracht, bei ihrer Bank Geld abzuheben und dieses einer unbekannten Person (Kollege oder Kollegin des angeblichen Enkel, Neffen oder Bekannten) zu übergeben. Das Geld ist in der Folge auf jeden Fall verloren. In der Region Schaffhausen waren damals einige Personen Opfer solcher Machenschaften geworden; in vielen Fällen blieb es glücklicherweise nur beim Versuch.
Nun haben die Betrüger offensichtlich ihre Vorgehensweise verfeinert und weiterentwickelt. Aus Deutschland sind bereits Fälle bekannt, bei denen sich wenige Minuten nach einem fehlgeschlagenen Betrugsversuch telefonisch ein angeblicher Polizist meldet und darum bittet, zum Schein auf den Betrug einzugehen und das Geld zu übergeben, damit die Täter dann bei der Übergabe verhaftet werden können. Dabei handelt es sich natürlich um einen falschen Polizisten, der mit den Betrügern zusammenarbeitet. Auch in diesem Fall ist das Geld verloren.
Aus unserer Region sind bis anhin keine Fälle mit den falschen Polizisten bekannt. Es ist aber damit zu rechnen, dass diese Vorgehensweise auch in unserem Kanton früher oder später zur Anwendung kommen wird. Die Schaffhauser Polizei bitte Sie deshalb, folgende Tipps zu beachten:
• Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben, die Sie nicht als solche erkennen.
• Geben Sie keine Details Ihrer familiären und finanziellen Verhältnisse bekannt.
• Halten Sie nach einem Anruf mit finanziellen Forderungen bei Familienangehörigen Rücksprache.
• Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen.
• Lassen Sie sich auch von angeblichen Polizeibeamten den Dienstausweis vorzeigen.
• Wenn Ihnen eine Kontaktaufnahme verdächtig vorkommt, informieren Sie sofort die Polizei unter Telefon 052 624 24 24, bzw. einen Polizeiposten in Ihrer Nähe
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